Hans - Peter Premur Bischofsvikar für Nachhaltigkeit

Klagenfurt, 26. 11. 20 (pgk). Ehrenvolle Ernennung für eine bekannte Priesterpersönlichkeit der Diözese Gurk: Diözesanbischof Dr. Josef Marketz ernennt mit Wirksamkeit vom 1. Dezember Mag. Hans-Peter Premur, seit 20 Jahren Pfarrer in Krumpendorf und Hochschulseelsorger der Diözese Gurk, zum Bischofsvikar für Schöpfungsverantwortung, Migration und Interreligiösen Dialog. Premur ist mit Dompropst Dr. Engelbert Guggenberger, der im Mai dieses Jahres zum Bischofsvikar für die Ordensgemeinschaften ernannt wurde, der zweite von Bischof Marketz ernannte Bischofsvikar. Mag. Hans-Peter Premur, am 9. Juli 1961 in Klagenfurt geboren und aufgewachsen in Maria Saal, absolvierte während seines Theologiestudiums mit Schwerpunkt „Religionsphilosophie“ in Salzburg mehrere Aufenthalte in Afrika und Indien mit dem Ziel, den Interreligiösen Dialog besser kennenzulernen. Nach seiner Priesterweihe 1988 in Gurk wirkte er bis 1992 als Kaplan in Feldkirchen. Von 1992 bis 2000 war Premur Pfarrprovisor von St. Georgen/Längsee und St. Peter bei Taggenbrunn sowie Rektor des Bischöflichen Bildungshauses Stift St. Georgen/Längsee. In dieser Funktion gründete er 1993 das „Ökoforum“ gemeinsam mit dem Klimabündnis und initiierte eine Neuausrichtung der Bildungsarbeit. Premur, der sich selbst als „politischen Vegetarier seit 40 Jahren“ bezeichnet, ist u. a. Mitgründer des auf Nachhaltigkeit basierenden bargeldlosen Talente-Tauschkreises und seit Jahren geistlicher Begleiter der Biobauern. Auf seine Mitinitiative hin wurde 1997 in der Diözese Gurk ein Umweltreferat installiert. Seit 2000 ist Premur Pfarrer in Krumpendorf und Hochschulseelsorger der Katholischen Hochschulgemeinde sowie Geistlicher Assistent der Katholischen Hochschuljugend. Premur, Mitglied des diözesanen Ausschusses „Migration und Kirchen“ sowie des Dialogforums „Zusammenleben“, welches aufgrund der islamistischen Anschläge in Frankreich an der Universität Klagenfurt gegründet wurde, arbeitet seit 2000 mit geflüchteten Menschen. In der Pfarre Krumpendorf wurde damals auf Premurs Mitinitiative hin die NGO „Lust auf Gerechtigkeit“ gegründet, die sich dem Thema Migration verschrieben hat und für ihr Engagement mit dem Menschenrechtspreis des Landes Kärnten ausgezeichnet wurde. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten in der Katholischen Hochschulgemeinde zählen vor allem auch interreligiöse Feiern, Diskussionsrunden und Vorträge zu diesem Thema. In seinem 2016 erschienenen Buch „Deine Kirche - Meine Kirche. Ein Pfarrer auf Umwegen“ setzt Premur innovative Zeichen in Richtung Zukunft von Kirche. Premur ist Mitglied der „Initiative Vielfalt“, Meditationslehrer, Fastenbegleiter, Mitglied der „Pfarrerinitiative Österreich“ und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung.

Die Ernennung von Pfarrer Premur zum Bischofsvikar für die Bereiche Schöpfungsverantwortung, Interreligiösen Dialog und Migration erfolge, so Bischof Marketz, „aus der Überzeugung heraus, dass die Auseinandersetzung mit Fragen zu Klimaveränderung, Migration und dem Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Zugehörigkeit die Zukunft unserer Gesellschaft massiv beeinflussen wird und deshalb auch aus christlicher Sicht intensiv geführt werden muss“. Es sei ihm, so der Kärntner Bischof, ein großes Anliegen, mit dieser Ernennung das Thema Schöpfungsverantwortung als kirchlichen Auftrag im Bewusstsein zu halten und zu größerer Verbindlichkeit zu führen. Ein wesentlicher Aufgabenbereich von Bischofsvikar Premur werde es sein, „Handlungsempfehlungen in den Bereichen der Pastoral, der diözesanen Administration und des gesellschaftspolitischen Engagements zu erarbeiten und deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit kirchlichen und außerkirchlichen Stellen zu fördern“. Dies gelte ebenso für die Bereiche Migration und Integration, in denen Premur „entsprechend den biblisch-theologischen Grundlagen sozialethische Orientierungen und daraus folgende praktische Impulse für Pfarren und diözesane Stellen erarbeiten wird“. Außerdem werde der neue Bischofsvikar diese Themenbereiche auch in den interkonfessionellen und interreligiösen Dialog einbringen.

Bischofsvikare werden direkt vom Diözesanbischof ernannt und unterstützen diesen in den ihnen zugeteilten Aufgabenbereichen. Der Bischofsvikar ist Stellvertreter des Bischofs in einem bestimmten definierten Teil des diözesanen Territoriums oder für einen fest umrissenen Aufgabenbereich.


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