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Gesundheit geht durch den Magen

May 18, 2019

Gesundheit geht durch den Magen

 

Damit mehr regionale Bio-Lebensmittel und die Prinzipien der gesunden Küche ihren Weg in die Gemeinschaftsverpflegung und Großküchen finden, lud das Land Kärnten, der Verein BIO AUSTRIA und die Landwirtschaftskammer Kärnten am 16. Mai in Klagenfurt zum 5. Informationstag für Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen, Caterer, Kantinen sowie Entscheidungsträger, Multiplikatoren und Pädagogen ein.

 

„Die Lebensmittelversorgung ist ein umfassendes Thema. Bundes- sowie Landesregierung arbeiten an Regelungen für die Versorgung öffentlicher Einrichtungen mit heimischen Lebensmitteln. Schließlich hat die öffentliche Hand mit gutem Beispiel voranzugehen“ – mit diesen Worten eröffnete LR Martin Gruber, selbst Biobauer, die Tagung und erwähnte auch, dass bereits über 24% der landwirtschaftlichen Flächen Österreichs biologisch bewirtschaftet werden. Ebendieser Bio-Anteil ist auch im Aktionsplan für Nachhaltige Beschaffung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus enthalten. „Über die kostenlose Initiative des Landes Kärnten, der Gesunden Küche, wird das Speisenangebot von Großküchen nach gesundheitsfördernden Kriterien zusammengestellt. Neben Liebe geht auch Gesundheit durch den Magen.“ beteuerte LHStV Beate Prettner. Landwirtschaftskammerpräsident Ing. Johann Mößler machte darauf aufmerksam, dass „wer isst, auch automatisch Teil der Landwirtschaft ist“. Als Konsument hat man die Wahl. Auch Großküchen können nun über die Herkunftskennzeichnung „Gut zu wissen“ aufmerksam machen, woher ihr Produktangebot an Fleisch, Eiern und Milchprodukten kommt. Bei Eiern wird zudem die Haltungsform angegeben. BIO AUSTRIA Obmann Johann Kreschischnig appellierte daran, dass die Kombination von Bio und regional optimal sei und sehr effektiv zum Klimaschutz beitrage und erinnerte an den Landtagsbeschluss von Juni 2014, der einen Anteil von 30% heimischer Biolebensmittel in Großküchen vorsieht.

 

Weniger (Fleisch) ist mehr

Umweltmediziner Prof. Dr. Hutter machte auf die wertvollen Inhaltsstoffe von Fleisch aufmerksam, verdeutlichte aber anhand von Studien, dass eine Reduktion des Fleischkonsums in Österreich vor allem das Darmkrebsrisiko und die vorzeitige Mortalität senken würde. Vor allem Männer seien gefordert umzudenken – sie liegen drei bis fünfmal über den empfohlenen 300-450 Gramm Fleisch/ Woche. Weniger Fleisch, dafür aber hochwertig biologisch und heimisch, war Hutter’s Resümee.

 

Attraktion Veggie-Kost und Sonntagsbraten

Andrea Unterguggenberger, Biobäuerin aus dem Lesachtal, veranschaulichte in einem Wochen-Speiseplan die 90:10-Ernährungsweise am Peintnerhof. Zu 90% werden pflanzliche und zu 10% werden tierische Lebensmittel - von Eiern, Milchprodukten bis hin zum Sonntagslammbraten - eingesetzt. Unterguggenberger wies vor allem auf den Vorteil der Vollreife von heimischen, saisonalen Obst und Gemüse hin, die einen höheren Anteil an Antioxidantien ermögliche.

 

Entscheidungsarchitekten setzen Impulse

Gemäß dem Eisbergmodell von Sigmund Freud werden nur 7% der Entscheidungen bewusst getroffen. Es gibt also ein hohes Potential, den Rest der Entscheidungen zu beeinflussen, schildert Mag. Karin Kurz. Durch das sogenannte Nudging (engl., = Anstupsen), werden Impulse gesetzt, um die Entscheidung für eine Sache zu erleichtern. Im Zusammenhang mit pflanzlicher Kost geht es um ein möglichst ansprechendes Angebot mit guter Positionierung. Auf diese Weise seien Entscheidungsarchitekten – und somit jeder der kocht und Essen anbietet - angehalten,  die gesündere Wahl zur leichteren Wahl zu machen.

 

Wie die Umsetzung aller nachhaltigen und gesunden Aspekte erfolgreich gelingen kann, zeigten schließlich Empfehlungen aus dem Change-Management sowie erfolgreiche Beispiele aus der Praxis in der Gemeinschaftsverpflegung, wie zB.die Stadt Wien mit einem Bio-Anteil von 30-50% in Einrichtungen für Jung bis Alt, das Seniorenheim Lindl in Feldkirchen und das Klinikum Graz. Abgerundet hat die Veranstaltung eine Bio-Messe, bei der die zahlreichen Besucher mit heimischen Biobauern, Bio-Verarbeitern und –Großhändlern ins Gespräch kamen.

 

 

Rückfragen zur Tagung

Unser täglich Essen - Regional, biologisch & einfach gut in der Gemeinschaftsverpflegung, 16. Mai 2019, Kärntner Landesarchiv, Klagenfurt:

DI Veronika Gschöpf-Procházka, BIO AUSTRIA Kärnten

0676/ 84 22 14 324, veronika.gschoepf-prochazka@bio-austria.at

 

 

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